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Mein Erfahrungsbericht als Working Guest in der Gemeinschaft Waldhaus

Was für einen herzlichen Empfang habe ich bei meiner Ankunft im Waldhaus erlebt. Eine Gruppe Menschen, die eine Wärme und Offenheit ausstrahlen, die mich schnell sehr willkommen hat fühlen lassen. Ihre leuchtenden Augen, ihr begeistertes Dasein und mitschwingende Ruhe, ihre ungemeine Präsenz sowie die Bereitschaft zum Austausch, auch wenn der Tag vollgepackt war, haben mich sehr beeindruckt und inspiriert.

 

Spannende Einblick ins Gemeinschaftsleben

In diesen vier Wochen, die ich als Working Guest im Waldhaus verbracht habe, wurde ich eingeladenen, einen Teil der Gemeinschaft zu sein. Ich durfte an verschiedenen Gemeinschaftsgefässen wie dem „Magic Happens“ (dem monatlichen organisatorischen Zusammentreffen) sowie auch am „Magic Connection“ (dem monatlichen Sharing Circle) teilnehmen, was mir wertvolle Einblicke in die Freuden und Herausforderungen des Gemeinschaftsleben gegeben hat und wo ich die einzelnen Mitglieder im Gemeinschaftskontext erleben konnte.

Die Vereinbarung als Working Guest war es, für Kost & Logis 25h pro Woche mit und für die Gemeinschaft zu arbeiten. Ich habe es genossen, eine klare Ansprechperson zu haben sowie zusammen und manchmal auch alleine zu wirken. Die Arbeiten waren vielseitig, wie beispielsweise kochen für die Gemeinschaft, Garten- und Landschaftspflege sowie auch Putz- und Aufräumarbeiten. Besonders gefallen haben mir das gemeinsame Streichen der Gartentische, die jetzt in leuchtenden Farben zum Verweilen einladen sowie das gemeinsame Pflücken, Einsammeln und Verarbeiten von Äpfeln, Mirabellen und Zwetschgen, die jetzt als Mus und Most in der Vorratskammer auf ihren genüsslichen Verzehr warten.

 

Die Frage der richtigen Balance

Einmal am Tag kochte ein rotierendes Küchenteam für die gesamte Gemeinschaft, die weiteren Mahlzeiten organisierte man individuell und doch fand man immer ein kleines Grüppchen für eine gemeinsame Mahlzeit, wenn man sich das wünschte. Ich habe im Waldhaus eine Gemeinschaft kennengelernt, die eine für sie stimmige Balance zwischen Gemeinschaftsleben und Zeit alleine bzw. in den jeweiligen Kernfamilien für sich gefunden haben. Eine Gemeinschaft, die einen Ort und untereinander eine Vertrauensbasis geschaffen haben, welche auch ohne viele Gruppenprozesse floriert, wo es Platz für all die verschiedenen Interessen und Talente der Bewohnenden gibt und wo Neues willkommengeheissen wird – egal ob neue Personen, Ideen oder Projekte.

Ich danke euch herzlich für diese gemeinsamen Wochen und für euer Wirken und hoffe, dass sich unsere Wege auch in Zukunft wieder kreuzen werden.

Isabelle, im September 2026