Kurs in Deutsch: 16.-19.Oktober 2025
Zeit: Start am 1. Tag, 10.00 bis zum Ende am 3. Tag, 16.30h
Ort:
Waldhaus
Waldhaus 35
3432 Lützelflüh-Goldbach
Dieser Kurs richtet sich an Führungspersonen, Aktivist:innen und Change-Maker, die mit gesellschaftlichem Wandel in ihren jeweiligen Kontexten arbeiten. Unsere erweiterten Wahrnehmungsfähigkeiten sind kraftvolle Werkzeuge, um die feinen Nuancen von Komplexität zu navigieren. Sie zu aktivieren und anzuwenden ist entscheidend für die Zeit, in der wir leben. Die Methoden von systemischer Aufstellung und System Sensing können Einzelpersonen und Teams dabei helfen, intensive Dynamiken mit größerer Leichtigkeit, Effizienz und Ausrichtung zu durchqueren.
Dieser Basiskurs ist eine Einführung in unsere erweiterten Wahrnehmungsweisen. Wir erkunden die Praxen von System Sensing, systemische Aufstellung und die Bedeutung von Land und Ort in der Arbeit mit gesellschaftlichen Fragen und an komplexen Herausforderungen und setzen uns mit Schlüsselkonzepten, Methoden und Praktiken für Individuen und Gruppen auseinander. Ziel ist es, die Wahrnehmungsfähigkeit aller Beteiligten zu erweitern, zu vertiefen und zu verfeinern. Ein besonderer Fokus liegt auf dem praktischen Erleben und Anwenden unterschiedlicher Wissensformen in Solo-, Kleingruppen- und Plenumsübungen.
System Sensing beschreibt ein Spektrum somatischer Ansätze, die unsere Wahrnehmung erweitern und die Weisheit von Systemen zugänglicher macht. Es kann als verkörperte Fähigkeit verstanden werden, die auf unseren innewohnenden menschlichen Kapazitäten aufbaut: in Beziehung zu sein, tief zuzuhören und Elemente eines Systems zeitweise zu verkörpern.
System Sensing greift auf erweiterte und multiple Erkenntniswege zurück – viszeral, emotional, visuell, relational, räumlich – um mit verschiedenen Aspekten einer Situation oder eines Kontextes nuancierter in Verbindung zu treten.
Erfahre mehr hier
Die Praxis der systemischen Aufstellungsarbeit ermöglicht es, Interaktionsmuster und wechselseitige Beziehungen eines Systems sichtbar und dadurch tastbarer zu machen. Indem wir diese Dynamiken sichtbar machen, erweitern wir unser Verständnis und erhalten eine größere Auswahl an Möglichkeiten, wie wir reagieren können. Indem oft Unausgesprochenes, Nicht-Anerkanntes oder verborgene Dynamiken an die Oberfläche kommen, können systemische Aufstellungen Führungskräfte dabei unterstützen, die Ursachen und Hebelpunkte für eine bessere Zusammenarbeit zu identifizieren und eine größere Kohärenz innerhalb komplexer Systeme zu schaffen und aufrechtzuerhalten.
Erfahre mehr hier.
Die Arbeit mit Land und Ort lädt uns ein, unser gefühltes und kognitives Verständnis von Verbundenheit und wechselseitiger Bezogenheit zu erweitern. Land und Ort – einschliesslich feinstofflicher und mehr-als-menschlicher Dimensionen – sind wichtige Ebenen, um subtile Schichten der Gegenwart und Vergangenheit willkommen zu heissen. Besonders in der Arbeit mit sensiblen, verwobenen und mehrschichtigen Themen ist dieser Ansatz – tief verwurzelt in indigenen Lebens- und Seinsweisen weltweit – entscheidend, um Land und Ort als gleichwertige Wissens- und Weisheitsträger anzuerkennen, die für tragfähige langfristige Entscheidungen und Handlungen essenziell sind.
Der 3,5-tägige Kurs kombiniert theoretische Inputs, Hintergrundwissen, Gruppenübungen, Reflexion, Naturerfahrung und Integration.
Die Teilnehmenden erhalten einen ersten Einblick in verschiedene Methoden und deren Anwendung als Individuen und Gruppen. Inhalte sind unter anderem:
Einführung in Herkunft und Praxis von Systemischen Aufstellungen & System Sensing
Die Kraft der Repräsentation
Bedeutung von Intention und Leitfragen
Phasen der Praxis: davor – währenddessen – danach
Was die Praxis leisten kann und was nicht
Unterschied zwischen System Sensing und Systemischer Aufstellung
Zeitdimensionen über Generationen hinweg
Dynamiken zwischen individuellen und kollektiven Schichten gesellschaftlichen Wandels
Bedeutung von Land und Ort in Bezug auf Herausforderungen
Persönliche Praxis & Selbstfürsorge als Grundlage für kollektive Arbeit
Einführung in die vier wichtigen Sphären der gesellschaftlichen transformativen Arbeit
Dieser Kurs ermöglicht den Zugang zu erweiterten Wahrnehmungsweisen, die Orientierung in komplexen Fragestellungen und Herausforderungen geben.
Der Kurs steht allen offen, die sich für gesellschaftliche Themen und Transformation interessieren – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
CHF 450.-
CHF 390.- (für wenig Verdienende)
Falls Sie aufgrund finanzieller Umstände Schwierigkeiten haben, die Kurskosten zu tragen, melden Sie sich bei Mira Majewski.
Im Kurspreis inbegriffen sind dwei Mittagessen, zwei Nachtessen, sowie vier Pausenverpflegungen.
Wir werden von Beat Schenkel mit veganem und biologischem Essen verwöhnt.
Frühstück optional: CHF 10.- pro Tag
CHF 60.- pro Nacht und Zimmer - Einzelzimmer mit Doppelbett
CHF 30.- pro Nacht und Bett im Dormitory - 8 Betten bezogen
CHF 20.- pro Nacht und Matratze im Dom - 8-10 Plätze, mit eigenem Schlafsack
CHF 15.- pro Nacht und Person im eigenen Camper oder Zelt
Für eine Übernachtung im BnB (10 Minuten Fussdistanz), erkundigen Sie sich bitte bei Mira Majewski.
Melden Sie sich über das Anmeldeform auf der Website von Collective Transitions an.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne via E-mail an Mira Majewski: miiramaje@gmail.com.
Die Teilnehmer:innenzahl ist beschränkt. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungsmail mit den Zahlungsinformationen. Ihre Anmeldung können wir Ihnen nach Eingang der Kursgebühren definitiv bestätigen.
Luea Ritter ist Prozessgestalterin und begleitet gesellschaftlichen Wandel mit Fokus auf kontextübergreifenden und interkulturellen Veränderungs- und Führungsprozessen in verschiedenen Sektoren wie Regierungsinstitutionen,Klimawandel, Kunst, Bildung, Engagement der Zivilgesellschaft und sozialem Unternehmertum. Als System- und Aktionsforscherin verbindet sie verschiedene Ansätze mit Erkenntnissen aus ihrer Feldforschung. Sie schreibt über die Kraft verschiedener Wahrnehmungsweisen und breiterer Wissensformen, die zu einer umfassenderen Kohärenz in sozialen Felder beitragen.
Seit über 20 Jahren arbeitet sie intensive mit Aufstellungsarbeit, wobei sie zunächst einen breite Palette an Aus- und Weiterbildung in Familien-, Organsations- und grösseren Systemen bei internationalen Lehrer:innen durchlaufen hat. In den letzten 15 Jahren hat sie diesen Ansatz vor allem in Kontexten von systemischem Wandel und gesellschaftlichern Herausforderungen begleitet und unterrichtet, einschliesslich tieferen Traumadynamiken und tief verwurzelte sozialen Mustern.
Sie ist Mitbegründerin und Steward von Collective Transitions, eine Organisation, die sich dem Aufbau und der gemeinsamen Praxis von kollektiven Kapazitäten zur Unterstützung von transformativen Phasen und komplexen Systemen widmet.
Sie ist Co-Leiterin des WorldEthicForum, einer internationalen Organisation, die sich für eine Kultur der radikalen geteilten Lebendigkeit einsetzt. Sie arbeitet mit verschiedenen Akteuren und Interessengruppen disziplin- und kontextübergreifend zusammen, führt Veranstaltungen durch und betreibt partizipative Aktionsforschung.
“In meiner Arbeit verwebe ich transformative Veränderungsprozesse, Trauma- und Heilungsarbeit, Führungs- und Organisationsentwicklung, Gemeinschaftsbildung und erdbasierte Weisheitstraditionen, um die uns innewohnenden Fähigkeiten zur Verbindung mit uns selbst, einander, der natürlichen Welt und dem Feinstofflichen zu entfalten, zu verstärken und zu erhalten.”