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	<title>Waldhaus</title>
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	<description>Gemeinschaftsprojekt, Living Transformation Lab</description>
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	<title>Waldhaus</title>
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	<item>
		<title>Ausstellung «Stefan Henke»</title>
		<link>https://waldhaus.ch/ausstellung-stefan-henke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 12:26:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns sehr, dass wir im Bistro des Saalgebäudes ab sofort 12 Originalwerke des Basler Künstler Stefan Henke zeigen dürfen. Die ausgestellten Arbeiten zeugen von Stefans Verbundenheit mit dem Tierreich und der Schöpfung als Ganzes, in der uns Menschen ein Platz mit sehr viel Verantwortung eingeräumt wurde. Diese Verantwortung besteht für ihn nicht zuletzt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir freuen uns sehr, dass wir im Bistro des Saalgebäudes ab sofort 12 Originalwerke des Basler Künstler Stefan Henke zeigen dürfen. Die ausgestellten Arbeiten zeugen von Stefans Verbundenheit mit dem Tierreich und der Schöpfung als Ganzes, in der uns Menschen ein Platz mit sehr viel Verantwortung eingeräumt wurde. Diese Verantwortung besteht für ihn nicht zuletzt darin, dass wir wieder einkehren und Lebensweisen entwickeln, die dem Wohle aller noch lebenden fühlenden Wesen auf unserem Planeten dienlich sind:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>&#8222;Sind wir als Menschheit dieser Verantwortung gewachsen? Viel Mut und Zuversicht, dass wir das schaffen, möge uns Kraft geben und Ansporn sein, ans Gute und Heile in jedem Wesen zu glauben und dadurch mehr Licht und Liebe in unsere Erdenwelt zu bringen. Mögest du Gefallen finden an meinen Arbeiten und dich von ihnen berühren lassen.&#8220;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bilder sind ab sofort und bis mindestens im Sommer 2027 im Bistro (Waldhaus 36) ausgestellt.</p>
<p>Wir bitten um kurze Anmeldung vor dem Besuch. Merci.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Website von Stefan Henke:<br />
<a href="https://stefan-henke-artist.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>stefan-henke-artist.com</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-3971 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/05/Stefan_Henke_Follow-the-light_2019_Waldhaus-Luetzelflueh-150x150.webp" alt="" width="449" height="449" /></p>
<p style="text-align: center;">‹Follow the Light› | 2019 | Ink and Pencils on Paper | 45 x 55 cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="wp-image-3976 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/05/Stefan_Henke_Good-morning_2019_Waldhaus-Luetzelflueh-150x150.webp" alt="" width="448" height="448" /></p>
<p class="p1" style="text-align: center;">‹Good Morning› | 2019 | Ink and Pencils on Paper | 45 x 55 cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="wp-image-3972 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/05/Stefan_Henke_Go-with-the-flow_2019_Waldhaus-Luetzelflueh-150x150.webp" alt="" width="445" height="445" /></p>
<p class="p1" style="text-align: center;">‹Go with the Flow› | 2019 | Ink and Pencils on Paper | 45 x 55 cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3975 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/05/Stefan_Henke_Delightful_2019_Waldhaus-Luetzelflueh-150x150.webp" alt="" width="441" height="441" /></p>
<p class="p1" style="text-align: center;">‹Delightful› | 2019 | Ink and Pencils on Paper | 45 x 55 cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-custom-1200 wp-image-3982 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/05/stefan_henke_artist_portrait_2021.webp" alt="" width="516" height="747" /></p>
<p style="text-align: center;">Stefan Henke</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Väter und Söhne im Parkett</title>
		<link>https://waldhaus.ch/vaeter-und-soehne-im-parkett/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 17:05:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt Räume, die man betritt – und sofort spürt: Da ist mehr als Holz, mehr als Architektur, mehr als Handwerk. Unser Hochzeitssaal ist so ein Ort. Opulent und eindrücklich in Ausstattung und Dimension, aber das eigentliche Herzstück ist der kunstvolle Parkettboden. Verlegt wurde er zu Beginn der 90er-Jahre, als die Wirtschaft Waldhaus zum Internationalen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Räume, die man betritt – und sofort spürt: Da ist mehr als Holz, mehr als Architektur, mehr als Handwerk. Unser Hochzeitssaal ist so ein Ort. Opulent und eindrücklich in Ausstattung und Dimension, aber das eigentliche Herzstück ist der kunstvolle Parkettboden.</p>
<p>Verlegt wurde er zu Beginn der 90er-Jahre, als die <em>Wirtschaft Waldhaus</em> zum Internationalen Seminarzentrum mutierte. Der Boden war ein Wagnis, eine Idee, ein Experiment als Verdichtung von Symbolik und Lebenserfahrung.</p>
<p>Ende Februar 2026 kehrte sein Schöpfer zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Die Rückkehr des Handwerkers</strong></h3>
<p>Michael Hämmerli steht in „seinem“ Saal. Er trägt Schiebermütze, ein rotes Wollgilet und eine Lederweste – und den wachen Blick eines Menschen, der mit den Händen denkt.</p>
<p>Man sieht ihm an: Das hier ist keine gewöhnliche Besichtigung. Es ist eine Wiederbegegnung.</p>
<p>Beim Betreten des Raumes verschlägt es dem stattlichen Mann, der sonst um kein Wort verlegen ist, für ein paar Sekunden den Atem. Sichtlich gerührt ist er davon, sein Werk in fast genauso tadellosen Zustand anzutreffen, wie er es vor über 30 Jahren hinterlassen hat.</p>
<p>Heute kommt Michael in Begleitung seines Enkels Moritz. Ihm will er sein Werk zeigen. Ihm war und ist es in gewisser auch gewidmet. Denn das Thema des Bodens lautet: Väter und Söhne.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Ein Schachbrett als Weltbild</strong></h3>
<p>Im Zentrum des etwas breiteren westlichen Teil des Saals liegt – auf den ersten Blick kaum wahrnehmbar – ein vollkommenes Schachbrett. 64 Felder, jedes wiederum aus neun kleineren Quadraten aufgebaut. Alles aus hellbraunem Eschenholz. Der Kontrast der Felder ergibt sich einzig aus der Legerichtung der einzelnen Parkettstücke.</p>
<p>Das Schachbrett wird in dunkler Eiche ornamentalisch von Saturn umrahmt, dem Hüter der Ordnung. Das Zentrum des grossen Quadrats ziert ein auffälliges Motiv: zwei sich überlagernde, fliegende Vögel, einer aus hellem Ahorn und der andere aus dunklem Merbau, einem exotischen Tropenholz. Es ist eine Hommage an OSHO.</p>
<p>Der Boden ist nicht nur Handwerk. Er ist ein Stück Zeitgeschichte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Das Männliche, das Weibliche, die Unendlichkeit</strong></h3>
<p>Die östliche Seite des Raumes wird von einem gleichschenkligen Dreieck mit eingefasstem Kreis dominiert. Das hierbei verwendete Kirschholz steht für Venus, das Weibliche. Der helle Kreis steht für das Göttliche.</p>
<p>Gemäss Michael Hämmerli erzählt der Boden von Spiel und Kampf. Von Struktur und Freiheit. Von Rahmen und Bewegung. Er sagt: „Das Leben ist immer Spiel und Kampf zugleich.“</p>
<p>Zwischen den grossen und dominanten geometrischen Formen Dreieck, Kreis und Quadrat, schmiegt sich – fast unscheinbar – ein fein gearbeitetes Unendlichkeitszeichen aus Buchenholz im Parkett ein. Es fällt nicht auf. Und gerade deshalb ist es da. Wie vieles in diesem Raum erschliesst sich seine Bedeutung erst auf den zweiten Blick.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Ohne Plan. Ohne Zeichnung.</strong></h3>
<p>Verlegt hat Michael Hämmerli den Boden damals gemeinsam mit Unterstützung des Mystikers und Künstlers <a href="https://saajid.ch/" target="_blank" rel="noopener">Saajid Zandolini</a>. Sie hätten jedoch keine Zeichnungen des Designs angefertigt. Es gab keinen Bauplan, sondern die Gestaltung entstand im Gespräch. Die Masse wurden vor Ort entwickelt, die Proportionen mit dem Raum ausgehandelt.</p>
<p>„Wir haben das Werk im Prozess entstehen lassen,“ sagt Michael. Und bis heute wirkt das irgendwie selbstverständlich. Symmetrisch. Klar. Stimmig.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Technik trifft Poesie</strong></h3>
<p>Unter dem Parkett liegt ein selbstnivellierender Anhydrit-Unterboden. Dieser wurde kurzerhand auf den vormaligen Holzboden aufgegossen, mitsamt integrierter Bodenheizung. Das war damals fast visionär und erfreut die barfusstanzenden Saalbesucher:innen bis heute.</p>
<p>Nach der Austrocknung des Unterbodens bis zur geplanten Einweihung des neuen Bodens anlässlich eines grossen Festes blieben den beiden Männern nur acht Tage. Acht Tage, in denen sie pausenlos dran waren: Schleifen, Schneiden, verlegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Begegnungen über Generationen</strong></h3>
<p>Wenn man heute in der Mitte des Saales steht, spürt man die Kraft dieses Raumes. Und wenn man die Geschichte des Bodens kennt, wird einem bewusst, dass das architektonische Werk durch ihn erst vollendet worden ist.</p>
<p>In diesem Raum, auf diesem Boden wurde und wird viel getanzt, gelernt, getrauert, gefeiert. Der Raum hält, der Boden trägt.</p>
<p>Als Michael Hämmerli am Ende seiner Erzählungen neben seinem Enkel im Zentrum des Raumes steht, ist das Bewegendste aber nicht die Technik, sondern die Symbolik. Viele Jahrzehnte liegen zwischen ihnen. Und doch ist da diese Verbindung.</p>
<p>Vielleicht ist genau das auch der Kern dieses Bodens: Er ist ein Werk – und zugleich ein Vermächtnis.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-custom-1200 wp-image-3913" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/02/IMG_7005-1200.webp" alt="" width="800" height="1" srcset="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/02/IMG_7005-1200.webp 1200w, https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/02/IMG_7005-600.webp 600w, https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/02/IMG_7005-300.webp 300w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-custom-1200 wp-image-3914" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6994-1200.webp" alt="" width="800" height="1" srcset="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6994-1200.webp 1200w, https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6994-600.webp 600w, https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6994-300.webp 300w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Lebenslabor</title>
		<link>https://waldhaus.ch/das-lebenslabor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2025 10:29:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Was in den 60ern als «Hippie-Kommune» argwöhnisch beäugt und gelegentlich überwacht wurde, gehört heute grösstenteils zum Mainstream: Mehrgenerationen-Häuser, selbstversorgende Genossenschaften und Alters-WG’s haben es bis in die hintersten Bergtäler geschafft. Gesellt sich zur Gemeinschaft noch Nachhaltigkeit, ist der Sprung zum «Ecovillage» nicht mehr weit. Ecovillages, oder altdeutsch «Ökodörfer», sind Lebensgemeinschaf- ten, die sich der ökologischen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was in den 60ern als «Hippie-Kommune» argwöhnisch beäugt und gelegentlich überwacht wurde, gehört heute grösstenteils zum Mainstream: Mehrgenerationen-Häuser, selbstversorgende Genossenschaften und Alters-WG’s haben es bis in die hintersten Bergtäler geschafft. Gesellt sich zur Gemeinschaft noch Nachhaltigkeit, ist der Sprung zum «Ecovillage» nicht mehr weit. Ecovillages, oder altdeutsch «Ökodörfer», sind Lebensgemeinschaf- ten, die sich der ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Nachhaltigkeit verschrieben haben. Das fundamentale Ziel ist Resilienz, gemeinschaftliche Widerstandsfähigkeit gegen die gesellschaftlichen und ökolo- gischen Unbilden der Gegenwart und der Zukunft. Trotz Selbstorganisation und grösstmöglicher Autarkie sind viele «Ecovillages» in Netzwerke verwoben, wie etwa ins «Global Ecovillage Network» GEN, das weltweit über 1200 Ecovillages miteinander verbindet. In der Schweiz sind es aktuell 12, die den Schweizer Ableger, «GEN Suisse» bilden. Aber es sollen bald mehr werden.  </strong>Von Dani Hösli</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="page" title="Page 2">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>«Ihr seid Hummeln und Schmetterlinge», sagt Mar in die Runde. Es ist der dritte Tag des fünftägigen GEN-Suisse Summercamps im idyllischen Jurtendorf im Luzernischen Luthern Bad. Obwohl drinnen gegen 60 Leute versammelt sind und sich draussen bereits der nächste Hundstag aufheizt, ist die Temperatur in der Seminarjurte noch halbwegs angenehm. Mar ist Mitglied des Präsidiums von GEN-Suisse und orientiert den «Kreis», wie die tägliche Vollversammlung genannt wird, über den Tag. Schwer- punkt heute ist «Open Space», selbstorganisierte Workshops und Gesprächsrunden, deren Themen die Teilnehmenden selbst bestimmen und anbieten. Wieviele, wer, wann, wo und was, wird sich zeigen. Die «Schmetterlinge» bekom- men der Reihe nach ein paar Minuten Zeit, dem «Kreis» ihr Angebot vorzustellen und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. «Hummeln» sind jene , die von Angebot zu Angebot summen. Das Publikum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während die Temperatur steigt, wird die Liste der «Schmetterlinge» immer länger und endet schliesslich bei 17. Die Angebote reichen von der Diskussionsrunde um eine «Neue Krankenkasse» über den Vollzug des Hawaiianischen Vergebungsrituals «Ho&#8217;oponopono» zur «Transparenz in Gruppenkommunikation» bis zur Arbeitsgruppe, die Ideen zum kommenden 15-Jahr- Jubiläum von «GEN Suisse» sammeln soll. Mar kondensiert die Angebote parallel zu den Präsentationen mit Klebezetteln in einen Plan, der am Anschlagbrett endet. Auch wenn eines der Prinzipien von «Open Space» lautet «Es ist vorbei, wenn es vorbei ist», ist dessen Organisation etwas strikter. So muss Mar Einwürfe aus dem Kreis auch schon mal mit einem unmissverständlichen «Nein» beantworten, um ausufernde Diskussionen zu verhindern.</p>
</div>
<div class="column">
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch Selbstorganisation braucht Übersicht und Ordnung.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
<p><strong>Schnuppercamp</strong></p>
<div class="page" title="Page 3">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<div class="page" title="Page 2">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>«Open Space» ist nur eines der Selbstorganisations-«Tools», wie Methoden und Prozesse heutzutage gerne englisch genannt werden. Nicht zu verwechseln mit Grossraumbüros. Der «Open Space»-Tag im Jurtendorf dient jedoch noch ei- nem weiteren Zweck. Das Sommercamp ist jene Veranstalt- ung von GEN Suisse, an der interessierte Aussenstehende nicht nur teilnehmen, sondern auch vollumfänglich in den Gemeinschafts-Alltag integriert werden, wie Mar sagt: «Unser Netzwerk soll Menschen zugänglich sein, die bislang nicht viel mit GEN und Ökodörfern zu tun hatten. Hier können sie diese Lebensweise kennenlernen und erleben.» Eine Art Tag der offenen Tür. Von den knapp 60 Leuten, die hier sind, dürften wohl ein Dutzend solche «GEN-Neulinge» sein, schätzt GEN Suisse-Co-Präsidentin Anouk. «Das Angebot soll möglichst niederschwellig sein.» Die 23jährige Studentin gehört bereits zur zweiten Generation von Ecovillagern, da sie im «Herzfeld Sennrüti» im st. gallischen Degersheim aufgewachsen ist, einem der grösseren und bekannteren Ökodörfern der Schweiz (siehe A-Bulletin Januar 2022). Mittlerweile ist Anouk nach Zürich in eine klassische WG gezogen, wobei sie in einer späteren Lebensphase wieder in einem Ecovillage leben oder sogar eins gründen will. Mar stiess vor ein paar Jahren via Klimabewegung auf das Thema und zog in der Folge zuerst in die Zürcher Gemeinschaft «Jupiterhaus», später in den «Battenhof» im Bernischen Ins und lebt aktuell in einer WG in Bern.</p>
</div>
</div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gerade weil viele Ecovilllages Selbstsuffizienz und Autarkie zum Ziel haben, stellt sich die Frage, wozu es einen organisatorischen Überbau wie das «Global Ecovillage Network», die Gemeinschaft der Gemeinschaften, überhaupt braucht. Auf den zweiten Blick greift der Einwand jedoch zu kurz, von der Vorsilbe «Eco» in die Irre geführt. Denn die ökologischen und ökonomischen Aspekte einer Gemeinschaft sind dank ihrer oft technischen Natur vergleichsweise einfach zu regeln und zu lernen. Ungleich zentraler und anspruchsvoller ist der Umgang von Menschen mit- und untereinander, die Gruppendynamik an den unzähligen sozialen Knotenpunkten einer Gemeinschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist es menschlich schwierig, ist alles schwierig.</p>
<p>&nbsp;</p>
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</div>
<p><strong>Gemeinschaft und Abgrenzung</strong></p>
<p>Konfliktbewältigung, Entscheidungsfindung, Abgrenz- ung, Gesprächs- und Diskussionskultur: In diesen Bereichen ist Austausch von Erfahrung, insbesondere mit jenen, die mehr davon haben, unabdingbar. Zum einen sieht sich GEN als Austauschplattform, andererseits verbinden GEN-Gemeinschaften die gleichen Prozesse wie Soziokratie (siehe Kasten), «Open Space» oder «Forum». «Man muss das Rad nicht jedes Mal neu erfinden», sagt Mar, «wir pflegen einen enormen Wissenstransfer, den es ohne GEN so wohl nicht gäbe.»</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aktuell zählt «GEN Suisse» 12 Gemeinschaften als Aktivmitglieder und rund 80 Personen als Einzelmitglieder. 4 Gemeinschaften stehen zurzeit auf der Bewerberliste, möchten also in das Netzwerk aufgenommen werden. «Wir achten sehr darauf, dass sie die GEN-Werte teilen, also Nachhaltigkeit in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Soziales und Kultur leben. Andererseits grenzen wir uns klar von sektiererischen Tendenzen ab», betont Anouk. Tatsächlich musste sich GEN Suisse auch schon von Gemeinschaften trennen, die sich spirituell und po- litisch in eine Richtung entwickelten, die mit den GEN- Grundsätzen nicht mehr zu vereinen war. Die Grenzen sind fliessend.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr Reibung</strong></p>
<div class="page" title="Page 4">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<div class="page" title="Page 3">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine der vier aktuellen «Anwärter»-Gemeinschaften ist der «Battenhof» in Ins im Berner Seeland, «grad näbem Röschtigrabe», ergänzt Corinne, die unterhalb der Jurtendorfküche im Schatten einer grossen Haselstaude sitzt. Die 38jährige Craniosacraltherapeutin lebt seit einem Jahr mit ihrer 13jährigen Tochter und 11 weiteren Personen in einer Gross-WG im «Battenhof». «Ich wollte mehr Reibungsfläche, mehr Konfrontation mit Anderen, mehr Herausforderung an meine Flexibilität», erzählt sie.</p>
</div>
</div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>«Das ist natürlich manchmal auch extrem anstrengend, weil sich gewisse Prozesse immer wieder und wieder wiederholen. Im Grunde ist es ein Labor. Wir forschen nach einem friedlicheren Zusammenleben.» Wie alle alternativen Lebensgemeinschaften. So trifft man sich im «Battenhof» regelmässig im Kreis zum «sharing» und zu WG-Sitzungen. Die Arbeit hört allerdings nie auf und man wisse selbstverständlich auch nicht, wie «es» gehe, lacht Corinne. Umso wichtiger sei der Austausch mit anderen Gemeinschaften, um zu erfahren, wie diese beispielsweise mit Konflikten umgingen. «Manchmal hat man schon das Gefühl, als Gemeinschaft alleine zu sein. Da ist ein Netzwerk wie GEN extrem wertvoll.»</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Traum vom eigenen Dorf</strong></p>
<div class="page" title="Page 4">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>So weit ist der 48jährige Amadeus mit seinem «Karden- dorf» noch nicht. Denn das Kardendorf gibt es erst als Idee einer Handvoll Leute, die mit ihrem «Open Space»-Workshop an diesem Freitag im Jurtendorf weitere Interessenten suchen. Amadeus war unter anderem Geschäftsleiter des Zen-Seminarzentrums «Felsentor» an der Rigi und der Energiegenossenschaft Schweiz, die sich seit der Katastrophe von Fukushima für die Verbreitung von Solarenergie einsetzt. Zurzeit lebt er auf einem Lebenshof im Luzernischen, was sich im Laufe der nächsten 10 Jahre jedoch ändern soll: Amadeus will ein Ecovillage gründen, das bis zu 150 Menschen beheimatet. «Das Dorf soll im Prinzip ein Garten sein, wo sich die Leute niederlassen und in ihrem Tipi, ihrer Jurte oder in einem Tiny House leben können. Ein einfaches Leben mit Permakultur direkt vor der Haustür.»</p>
<div class="page" title="Page 4">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>&nbsp;</p>
<p>Wo das Kardendorf dereinst entstehen soll, weiss der Innerschweizer noch nicht, aber warum: «Ein-Planet- Kompatibilität», also ein Leben, das nur soviel Ressourcen beansprucht, wie unser Heimatplanet auch tatsächlich lie- fert und fortlaufend regenerieren kann. Je nach Quelle soll der aktuelle Ressourcenverbrauch der Menschheit zwischen eineinhalb und über drei Planeten betragen. «Suffizienz bedeutet nicht ‘zurück in die Höhlen’», sagt Amadeus mit Nachdruck. Ihm geht es nicht um Verzicht, sondern um Genügsamkeit. «Die zwei ersten Säulen der Nachhaltigkeit Effizienz und Substitution sind zwar im Bau, an die dritte, die Suffizienz, wagen sich bislang aber weder Politik noch Wirtschaft. Man sollte sich eingestehen, dass man höchstens acht und nicht achtzig Joghurtsorten braucht.» Mit «Weniger» lassen sich jedoch weder Millionen noch Stimmen gewinnen.</p>
<div class="page" title="Page 4">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie Corinne vom «Battenhof» benutzt auch Amadeus bewusst den Ausdruck «Labor» – das Ecovillage als Versuchsanordnung zu einem besseren Leben. Den Anspruch, das Rezept oder die Anleitung dazu tatsächlich zu haben, hat hier niemand, was den Prinzipien der Soziokratie widerspräche.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Trampolin und Kreiskultur</strong></p>
<div class="page" title="Page 5">
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<div class="column">
<p>Hanna kann mit ihrem «Open Space»-Angebot nicht in den Schatten eines Haselstrauches ausweichen. Die 44jährige Filmemacherin und Therapeutin zeigt einen Dokumentarfilm über das Mehrgenerationenprojekt «Lebensraum Belmont» im Berner Oberland, wo Hanna und ihre Familie vor vier Jahren eingezogen sind. In dem ehemaligen Jugendstilhotel in Wilderswil leben insgesamt 35 Menschen in einer Genossenschaft, zehn davon sind Kinder. Für die Filmvorführung im Summercamp braucht Hanna einen geschlossenen, dunklen Raum. Keine angenehme Aussicht bei knapp 30 Grad. Das Publikum schreckt es indes nicht ab. Obwohl es in der Jurte auch ohne zusätzliche Körperwärme von Dutzenden Menschen bereits knackig heiss ist, ist sie voll.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Film «Trampolin und Kreiskultur» ist seit zwei Jahren auf Tournee und kann mit anschliessender Gesprächsrunde gebucht wer- den, von wem auch immer. Er behandelt drei Kernthemen, die allen Ecovillages gemein sind: «Klein und Gross», «Organisationsstruktur» und «Individuum vs. Gemeinschaft». Der Film soll inspirieren und «anstupfen», wie Hanna sagt, «anstupfen» zum Lernen. «Man kann sich bei dieser Lebensweise die Leute aussuchen, mit denen man die Herausforderungen angeht. Man braucht sich nicht mit Nachbarn herumzustreiten, die bei Konflikten die Tür zuschlagen und nie mehr mit Dir reden. Natürlich gibt’s manchmal Spannungen, aber im Innern weiss man, dass es nur miteinander geht.» Die ‘Belohnung’ für die kontinuierliche Arbeit ist Verbindlichkeit und Sicherheit, wie Hanna sagt. «Ich weiss, dass ich von den Menschen um mich herum in jeder Situation Hilfe bekomme. Ich fühle mich wirklich sicher.»</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der dritte Tag des «GEN-Suisse Summercamp» neigt sich dem Ende zu. Auf dem viertelstündigen Fussmarsch vom mobilfunkfreien Jurtendorf zurück hinunter nach Luthern Bad wird deutlich, dass Ecovillagers bei allen Vor- behalten weder zivilisations- feindlich noch gesellschaftsfern sind: Auf dem Kiesweg ausser- halb des Jurtendorfes stehen einige Summercamper und -camperinnen in gebührendem Abstand zueinander in schein- bar meditativer Entrückung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Köpfe gesenkt, den Blick aufs Handy.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Networking nach dem Networking.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Mit freundlicher Genehmigung vom A-Bulletin, August 2025</em></p>
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		<title>GEN Suisse – wir sind dabei!</title>
		<link>https://waldhaus.ch/wir-sind-dabei-das-waldhaus-luetzelflueh-im-gen-netzwerk-schweiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2025 08:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://waldhaus.ch/?p=3433</guid>

					<description><![CDATA[Wir wurden beim Frühlingstreffen des Global Ecovillage Networks Schweiz 2025 auf der Rigi als Anwärter-Mitglied aufgenommen! Bei diesem inspirierenden Treffen durften wir unser Projekt und unsere Geschichte vorstellen – ein Moment des Einwebens, für den wir sehr dankbar sind.  &#160; Das Wochenende im verschneiten Hotel zum Goldenen Hirschen war ein Zusammenkommen der verschiedenen Gemeinschaften der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Wir wurden beim Frühlingstreffen des <em>Global Ecovillage Networks Schweiz</em> <em>2025</em> auf der Rigi als Anwärter-Mitglied aufgenommen! Bei diesem inspirierenden Treffen durften wir unser Projekt und unsere Geschichte vorstellen – ein Moment des Einwebens, für den wir sehr dankbar sind. </b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Wochenende im verschneiten Hotel </span><i><span style="font-weight: 400;">zum Goldenen Hirschen</span></i><span style="font-weight: 400;"> war ein Zusammenkommen der verschiedenen Gemeinschaften der Schweiz. Einerseits, um die jährliche Generalversammlung abzuhalten, andererseits um gemeinsam an der Vision und an verschiedenen Projekten zu arbeiten. Und natürlich auch, um zu feiern. Auch wenn wir das erste Mal dabei waren, haben wir schon viele bekannte Gesichter getroffen und uns wie Zuhause gefühlt in dieser “Gemeinschaft der Gemeinschaften”. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Was ist GEN und warum sind wir dabei?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Global Ecovillage Network (GEN) verbindet Gemeinschaften weltweit, die sich dem ganzheitlichen Wandel verschrieben haben. Das Netzwerk umfasst insgesamt etwa 10’000 Gemeinschaften und verwandte Projekte auf allen Kontinenten. Dabei orientiert sich GEN an der “Map of Regeneration”, die verschiedene Dimensionen einer regenerativen Kultur darstellt. In fünf verschiedenen Bereichen werden folgende Ziele definiert:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Soziales</span></h2>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Gemeinschaft aufbauen, Vielfalt wertschätzen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Zugang zu ganzheitlicher Bildung und Gesundheitsversorgung ermöglichen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Faire, wirksame und rechenschaftspflichtige Institutionen entwickeln</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Verantwortungsvolle Leitung auf allen Ebenen stärken</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kommunikation, Konfliktlösungen und Frieden stärken</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Inklusive, partizipative und transparente Entscheidungsprozesse pflegen</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Kultur</span></h2>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Sich aktiv für den Schutz von Gemeinschaft und Natur einsetzen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Die Naturverbindung stärken und nachhaltigen Lebensstilen folgen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kulturelle Traditionen respektieren, welche die Würde der Menschen wahren</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Achtsamkeit und persönliches Wachstum nähren</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Individuelle und gemeinsam Ausrichtung und Potentialentfaltung fördern</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Das Leben mit Kunst und Kreativität zelebrieren</span></li>
</ul>
<h2></h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Ökologie</span></h2>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Ökologische Landwirtschaft, regionale Selbstversorgung, gesunder Boden</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Biodiversität erhöhen und Ökosysteme regenerieren</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Abfall als wertvolle Ressource erkennen und nutzen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Reinigung und Erhaltung von Quellen und Wasserkreisläufen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Zielrichtung: 100% erneuerbare Energie und nachhaltige Mobilität</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Innovation und Verbreitung von ökologisch nachhaltigen Bautechnologien</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Ökonomie</span></h2>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Durch ökonomische Gerechtigkeit Wohlbefinden für alle erzeugen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">In fairen und ethischen Handel investieren</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Soziales Unternehmertum unterstützen um nachhaltige Lösungen zu entwickeln</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Lokale Wirtschaftssysteme stärken und fördern</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Konzepte von Wohlstand, Arbeit und Fortschritt transformieren</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Für faire Besitzverhältnisse von Land und anderen Ressourcen sorgen</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Ganzheitliche Gestaltung</span></h2>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Netzwerke für gegenseitige Unterstützung bilden</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Von der Natur lernen und ganzheitliches Denken anwenden</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Stärken, Schwächen und den richtigen Ansatzpunkt in allen Bereichen identifizieren</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Ein angemessenes Mass und Grössenordnung für jede Lösung identifizieren</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Traditionelles Wissen und positive Innovationen wertschätzen und verbinden</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Alle Beteiligten in zukunftsfähige Gestaltungsprozesse einbinden</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">(Quelle: www.gen-suisse.ch)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese Säulen spiegeln auch unseren Weg im Waldhaus </span><span style="font-weight: 400;">wieder:</span><span style="font-weight: 400;"> Mit Permakultur, Selbstorganisation, kulturellem Austausch, einer heilsamen Lebensweise und einem achtsam und rituell gestalteten Alltag kreieren wir gemeinsam eine neue Form des Zusammenlebens. Auf ganz natürliche Weise scheinen unsere Ziele  denjenigen des Global Ecovillage Networkes zu entsprechen und es ist nur ein logischer Schritt, uns diesem Kreis anzuschliessen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wie geht es weiter?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für uns ist der Beitritt kein Ziel, sondern ein Anfang: Wir freuen uns auf den Austausch mit anderen Gemeinschaften, das Teilen von Erfahrungen und das gemeinsame Beitragen in der gesellschaftlich hoch relevanten Frage: </span><em>Wie wollen wir als Menschheit unser Zusammenleben in Zukunft gestalten?</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein herzliches Dankeschön an GEN Suisse für die Aufnahme als Anwärter-Mitglied. Wir sind gespannt auf das, was aus dieser Verbindung entstehen mag.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mehr zu GEN Suisse: </span><a href="https://gen-suisse.ch/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">gen-suisse.ch</span></a></p>
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		<title>Viel Vielfalt</title>
		<link>https://waldhaus.ch/viel-vielfalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2025 15:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir fuhren mit dem Auto von Zofingen über Land zum Waldhaus nach Lützelflüh. Es war zwei Wochen vor der Abstimmung über die Biodiversitätsinitiative. Auf Feldern und vor Bauernhöfen hingen fast nur Plakate mit einem grossen NEIN oder dass bei einem JA 30 Prozent der Flächen nicht mehr für Lebensmittel zur Verfügung stehen würden. Das satte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir fuhren mit dem Auto von Zofingen über Land zum Waldhaus nach Lützelflüh. Es war zwei Wochen vor der Abstimmung über die Biodiversitätsinitiative. Auf Feldern und vor Bauernhöfen hingen fast nur Plakate mit einem grossen NEIN oder dass bei einem JA 30 Prozent der Flächen nicht mehr für Lebensmittel zur Verfügung stehen würden. Das satte Grün täuscht. Auf den überdüngten Wiesen wachsen nur wenig Arten, unter dem Mais ist die Erde nackt und Hecken gibt es kaum noch. Eine ausgeräumte, traktorengerechte Landschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch auf der Ebene unterhalb vom Waldhaus gibt es nur grüne Monokulturen. Bergan fuhren wir zum Weiler und auf einen Schlag bietet sich unseren Augen Vielfalt. Links die Gärtnerei mit 12&#8217;000 Pflanzen und 250 Sorten von Dahlien, davor ein ausladender Parkplatz. Etwas weiter steht stolz das Haupthaus im Jugendstil, in seiner 130-jährigen Geschichte etwas heruntergekommen ist es heute eine Villa Kunterbunt mit Türmen und Sprüchen an der Fassade. Rechts davon das Kulturhaus mit einem grossen Saal. Etwas weiter ein offener Freilaufstall mit Hochleistungskühen. Und überall Bäume und Sträucher. Mit einem Französischen Gartenblick ein grosses Durcheinander, das einen starken Kontrast zu den geordneten Maisfelder unterhalb darstellt. Mich spricht es aber sofort an, auch wenn ich überall Arbeit sehe. Ich setze mich in den Rollstuhl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir werden von Bastiaan herzlich empfangen, er erzählt von der langen Geschichte des Weilers und dass heute 5 Familien mit 11 Kindern im Alter von von 5 bis 14 Jahren Jahren in der «Villa»<br />
leben. Da es anfangs September schon frisch ist, lädt er uns ins Haus ein. Es ist gerade &#8222;indische Woche&#8220; und der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft. Die indischen Götter an den Wänden zeigen Vielfalt und Offenheit. Kinder und Erwachsene kommen und gehen. Es ist eine ruhige und gute WG-Atmosphäre. Gitarren hängen an der Wand und ein grosser Tisch lässt vermuten, wie es am Abend zu und her geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir nostalgieren über die Vision, den Weiler wieder zu einer Einheit und die Vielfalt in seinem ökologischen Sinn zu erhöhen. Keine industrielle Landwirtschaft mehr, sondern regenerative Landwirtschaft: Wildhecken und Kleinstrukturen, Obststreuwiesen (wie auf den Luftaufnahmen von 1904 zu sehen; Anm. d. Red.), renaturierte Bäche, biodiverse Waldränder oder eine Biogemüsegärtnerei. Das ist eine Rückbesinnung auf die Zeit vor hundert Jahren, aber auch eine an den Klimawandel angepasste Vielfalt. Wichtig ist Bastiaan auch eine soziale Vielfalt und ein «Friedenslabor», wie ich es nennen würde. Kinder werden vor Ort im «Homeschooling» begleitet, miteinander wird der Alltag mit allen Konflikten, Reibereien und Freuden geteilt. Auch hier scheint Arbeit zu rufen. Gleichzeitig wollen die alten heimatgeschützten Gebäude unterhalten und geflickt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das verwunschene Jugendstilhaus, wohl auch über Jahre erweitert und verändert, ist ein Traum und eine Hypothek gleichzeitig, denn der alte Geist sitzt noch in den Mauern oder klebt an der Fassade. «Des Hauses Zier ist Reinlichkeit, des Hauses Glück Zufriedenheit.» Da spürt man eine moralisch aufgeladene Geschichte, die wohl nicht nur heimatgeschützt an der Fassade klebt. «Wer auf Gott vertraut hat wohl gebaut, im Himmel und auf Erden.» Das war zu einer Zeit geschrieben, als noch für alle klar war, was und wer Gott ist. Heute kann es im Geiste der Genossenschaft wohl auch Genesha oder Shiva sein. Was Leben ist und wie es entsteht, bleibt bis heute ein Geheimnis, was der Biologe Bastiaan eingestehen muss. Wie auch immer, wer auf Gott vertraut, hat wohl gebaut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kulturelle, soziale und ökologische Vielfalt sind aus der Geschichte und mehr noch von den Visionen gegeben, sicher anstrengend, aber mit Sicherheit der einzige Weg zu Enkeltauglichkeit und Friedfertigkeit. Im Waldhaus Lützelflüh wird dafür im Alltag geübt, gerungen, gestritten und gelernt, was mich tief beeindruckt hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Thomas Gröbly – September 2024 – <a href="https://www.ethik-labor.ch/" target="_blank" rel="noopener">www.ethik-labor.ch</a> und <a href="https://www.volleshaus.ch/" target="_blank" rel="noopener">www.volleshaus.ch</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Ausstellung «Soulart»</title>
		<link>https://waldhaus.ch/ausstellung-soulart-annatina-franaszek/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2024 11:14:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://waldhaus.ch/?p=3115</guid>

					<description><![CDATA[Es sind mystische Welten, in die uns Annatina Franaszek entführt. In ihrer Kunst greift die Langnauer Künstlerin die grossen kosmischen Lebensthemen auf: Geburt, Wachstum, Reifung, Transformation, Sterben, Tod. Eigene Erfahrungen und ein wacher Blick für die Zusammenhänge in der Natur sind ihre wichtigsten Inspirationsquellen. Nach den ersten Impulsen lässt sich die Künstlerin voll und ganz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind mystische Welten, in die uns Annatina Franaszek entführt. In ihrer Kunst greift die Langnauer Künstlerin die grossen kosmischen Lebensthemen auf: Geburt, Wachstum, Reifung, Transformation, Sterben, Tod. Eigene Erfahrungen und ein wacher Blick für die Zusammenhänge in der Natur sind ihre wichtigsten Inspirationsquellen. Nach den ersten Impulsen lässt sich die Künstlerin voll und ganz von ihrer Intuition leiten und vollendet jedes Werk, bevor sie sich einen neuen zuwendet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Werke von Annatina Franaszek laden zum Eintauchen und Nachdenken ein: Wo stehe ich? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Wie sorge ich für mich, für andere?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Annatina bringt ihre Sujets in kräftigen Farben und erdigen Pastelltönen zu Papier. Sie malt bevorzugt mit Aquarell. Manchmal benutzt sie auch Pastellkreiden oder entscheidet sich für eine Mischform der zwei Techniken. Im Waldhaus sind Originalwerke der letzten beiden Jahre zu sehen. Wo die Originale bereits verkauft sind, hält die Künstlerin limitierte, hochwertige Drucke sowie eine Vielzahl an Karten ihrer Kunstwerke bereit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bilder sind noch bis Ende März im Bistro ausgestellt. Wir bitten um kurze Anmeldung vor dem Besuch. Merci.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Website von Annatina Franaszek:<br />
<a href="https://www.annatinafranaszek.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>https://www.annatinafranaszek.com/</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Instagram-Kanal von Annatina Franaszek:<br />
<strong><a href="https://www.instagram.com/annatinafranaszek/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/annatinafranaszek/</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3136" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK-RAUHNAeCHTE.webp" alt="" width="293" height="404" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3135" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK-GROUNDING.webp" alt="" width="300" height="406" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3134" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK-GRATITUDE.webp" alt="" width="300" height="401" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3133" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK-DARKNESS.webp" alt="" width="290" height="400" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3132" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK-BELOVED-CACAO.webp" alt="" width="294" height="400" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3131" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK_LIGHT.webp" alt="" width="292" height="303" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3130" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK_COLIBRI.webp" alt="" width="302" height="299" srcset="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK_COLIBRI.webp 300w, https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK_COLIBRI-150x150.webp 150w" sizes="(max-width: 302px) 100vw, 302px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3129" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEK_EMBRACED.webp" alt="" width="294" height="303" /> <img 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<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3137 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/12/2024_Waldhaus-Luetzelflueh_Ausstellung_ANNATINA-FRANSZEKM-BLESSED-WOMB.webp" alt="" width="482" height="658" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mir hei en Dachschade (Video)</title>
		<link>https://waldhaus.ch/mir-hei-en-dachschade-official-music-video/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 16:34:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://waldhaus.ch/?p=2959</guid>

					<description><![CDATA[Diesen Frühling entdeckten wir in der Mitte des historischen Tanzsaals eines morgens eine grosse Wasserlache auf dem Eichenparkett. Der Wind hatte Schnee unter die Ziegel gedrückt, der dann auf dem Estrich langsam geschmolzen ist und uns einen schönen Wasserschaden beschert hat. Tägg! Augenblicklich wurde klar: Die für die kommenden Jahre geplante Erneuerung des Daches müssen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Frühling entdeckten wir in der Mitte des historischen Tanzsaals eines morgens eine grosse Wasserlache auf dem Eichenparkett. Der Wind hatte Schnee unter die Ziegel gedrückt, der dann auf dem Estrich langsam geschmolzen ist und uns einen schönen Wasserschaden beschert hat. Tägg! Augenblicklich wurde klar: Die für die kommenden Jahre geplante Erneuerung des Daches müssen wir sofort angehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir kontaktierten Fachleute und klärten ab, wie wir die immensen Kosten durch Eigenleistungen auf ein erträgliches Mass reduzieren können. Wir stellten Dossiers zusammen und suchten nach Gönner:innen und Stiftungen, um die denkmalgeschützte Liegenschaft nachhaltig zu erhalten. Und wir brainstormten verschiedene Crowdfunding-Massnahmen, um die dringend nötigen Investitionen zu stemmen. Das war die Geburtsstunde der Kampagne «Jeder Ziegel zählt!».</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von den Kindern bis zu den Grosseltern, von den Hauselfen bis zu den Nachbar:innen – alle waren eingeladen aktiv und kreativ zu werden. Auf verschiedenen Ebenen entstanden Initiativen, kleine und grosse Kunstwerke und ein von Cara komponiertes Lied. Die groovige Reggae-Melodie von «Mir hei en Dachschade» wurde im WG-Alltag rasch zum Ohrwurm. Als die Kinder dazu ein passendes Musikvideo drehen wollten, liess Benja sich nicht zweimal bitten, zückte Mikrofon und Kamera und setzte ihre Ideen filmisch um. Das Resultat ist ein wunderbares Beispiel für eine gelungene gemeinschaftliche Co-Kreation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Film ab!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/oxA_vcanAEQ?si=rQK9MQML78TrYPT1" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://waldhaus.ch/crowdfunding/">Und hier geht&#8217;s zum Crowdfunding.</a></p>
<p><strong>Vielen Dank für deine Unterstützung – jeder Ziegel zählt!</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gründung Freundeskreis Waldhaus</title>
		<link>https://waldhaus.ch/gruendung-freundeskreis-waldhaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 14:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://waldhaus.ch/gruendung-freundeskreis-waldhaus/</guid>

					<description><![CDATA[Der Verein FREUNDESKREIS WALDHAUS wurde am 25. Oktober 2024 gegründet. Am feierlichen Anlass  nahmen ungefähr 35 Menschen teil. Der Gründungsakt wurde von musikalischen Darbietungen der Bewohner:innen und der Lancierung des Crowdfundings «Jeder Ziegel zählt!» begleitet. &#160; Der Freundeskreis wird unsere Vision der Entwicklung des Platzes mittragen und uns bei den vielfältigen Aufgaben auf dem Weg [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Der Verein FREUNDESKREIS WALDHAUS wurde am 25. Oktober 2024 gegründet. Am feierlichen Anlass  nahmen ungefähr 35 Menschen teil. Der Gründungsakt wurde von musikalischen Darbietungen der Bewohner:innen und der Lancierung des Crowdfundings «Jeder Ziegel zählt!» begleitet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">Der Freundeskreis wird unsere Vision der Entwicklung des Platzes mittragen und uns bei den vielfältigen Aufgaben auf dem Weg dorthin tatkräftig unterstützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2885 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/11/web__BEN4778.webp" alt="25. Oktober 2024_Gründung Freundeskreis Waldhaus Lützelflüh" width="657" height="439" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2886 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/11/web__BEN4937.webp" alt="" width="658" height="440" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2887 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/11/web__BEN4943.webp" alt="" width="658" height="440" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2888 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/11/web__BEN4881.webp" alt="" width="662" height="443" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2889 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/11/web__BEN4877.webp" alt="" width="666" height="445" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2891 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/11/web__BEN4964.webp" alt="" width="425" height="636" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2890 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/11/web__BEN4961.webp" alt="" width="412" height="616" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2892 aligncenter" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/11/web__BEN4956.webp" alt="" width="646" height="432" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2711" src="https://waldhaus.graubau.ch/wp-content/uploads/2024/11/Freundeskreis-Waldhaus-Luetzelflueh-800x584.jpeg" alt="" width="651" height="475" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://waldhaus.ch/freundeskreis">Mehr Informationen zum Verein <em>Freundeskreis Waldhaus</em> findest du hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Symposium Neues Miteinander</title>
		<link>https://waldhaus.ch/symposium-neues-miteinander/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2024 18:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://waldhaus.ch/?p=2929</guid>

					<description><![CDATA[«Das habe ich noch nie gemacht, also geht es sicher gut.» (Pippi Langstrumpf) &#160; Im Mai 2024 hat das InsLot in Ins eingeladen, sich gemeinsam forschend und neugierig auf die Suche nach einem «Neuen Miteinander» begeben. Was funktioniert bereits und wo zeigen sich vielversprechende neue Ansätze? Wir waren eingeladen, die Erfahrungen unserer Pionierzeit im Waldhaus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>«Das habe ich noch nie gemacht, also geht es sicher gut.»</em></strong></p>
<p>(Pippi Langstrumpf)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Mai 2024 hat das <em>InsLot</em> in Ins eingeladen, sich gemeinsam forschend und neugierig auf die Suche nach einem «Neuen Miteinander» begeben. Was funktioniert bereits und wo zeigen sich vielversprechende neue Ansätze? Wir waren eingeladen, die Erfahrungen unserer Pionierzeit im Waldhaus zu teilen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mira und Cornelia erzählten von unserer Reise uns in einem neuen Miteinander zu finden. Sie teilten, was in unserer Gemeinschaft im Zentrum steht, was uns Boden gibt, um gemeinsam in die gleiche Richtung unterwegs zu sein und wie wir lernen, uns zu zeigen und zu sehen, um so alte Muster abzulegen. Auch in unsere Geheimnisse des Gelingens und in unsere grössten Herausforderungen im Alltag gaben sie Einblick.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir sind am Erforschen wie wir das, was wir noch nie gemacht haben, zum Gelingen bringen, damit die Vision eines zukünftigen Miteinanders, welches wir in unseren Herzen erahnen, genährt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/RPfB4SD3yM0?si=OsY4H_YubdH7re12" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir sind zertifiziert!</title>
		<link>https://waldhaus.ch/wir-sind-zertifiziert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2024 15:19:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://waldhaus.graubau.ch/?p=2675</guid>

					<description><![CDATA[Seit wir ins Waldhaus-Zentrum eingezogen sind, steht die Erhöhung der Lebensvielfalt im weitläufigen Garten weit oben auf unserer Prioritätenliste. Bäume müssen weichen, um anderen Pflanzen mehr Licht um Raum zu geben. Von vielen Kinderhänden unterstützt pflanzen wir zahllose Sträucher und Stauden. In schweisstreibender Arbeit entfernen wir Betonelement um Betonelement – die 80-Jahre lasse grüssen! –, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit wir ins Waldhaus-Zentrum eingezogen sind, steht die Erhöhung der Lebensvielfalt im weitläufigen Garten weit oben auf unserer Prioritätenliste. Bäume müssen weichen, um anderen Pflanzen mehr Licht um Raum zu geben. Von vielen Kinderhänden unterstützt pflanzen wir zahllose Sträucher und Stauden. In schweisstreibender Arbeit entfernen wir Betonelement um Betonelement – die 80-Jahre lasse grüssen! –, nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch, um um die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens wieder herzustellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unser stetiger Einsatz lohnt sich: Bereits singen deutlich mehr Vögel als zuvor, schwirren mehr Libellen im Tiefflug über die Teiche, krabbelt und brummt es lauter im Unterholz. Der Igel freut sich an den vielen Verstecken und dem Insektenschmaus, die Blütenpracht ist ein Farbenspektakel und mit etwas Glück werden wir uns im kommenden Frühjahr am Klang-Konzert der schützenswerten &#8222;Glöggli-Frösche&#8220; erfreuen dürfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>All diese Naturereignisse sind uns Lohn genug. Da wäre es gar nicht nötig gewesen, dass wir im Frühling für unser Wirken mit einem Zertifikat ausgezeichnet wurden. Aber schön ist diese Anerkennung natürlich trotzdem. Und den Dank für das Engagement für die Biodiversität geben wir der <em><a href="https://www.naturundwirtschaft.ch/" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Natur &amp; Wirtschaft</a></em> natürlich gerne zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2677" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/09/Zertifizierung.webp" alt="" width="750" height="501" /></p>
<p>Reto Locher von der <em>Stiftung Natur &amp; Wirtschaft</em> mit Mira Majewski und Bastiaan Frich von der <em>Genossenschaft Waldhaus </em>bei der Zertifikatsübergabe</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2684" src="https://waldhaus.ch/wp-content/uploads/2024/09/Zertifikat_Stiftung_NW_Waldhaus-573x800.webp" alt="" width="394" height="550" /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gespräch mit einem Tannenbaum</title>
		<link>https://waldhaus.ch/gespraech-mit-einem-tannenbaum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Bucher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2024 10:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://waldhaus.graubau.ch/?p=2292</guid>

					<description><![CDATA[Im März 2023 mussten wir zu Gunsten eines Kastanienbaums eine alte Tanne fällen. Um unsere Kinder für die Fällung zu sensibilisieren, hat Bastiaan einen Dialog mit dem Tannenbaum auf Papier festgehalten. &#160; Bastiaan (B): Hallo lieber Tannenbaum, hier ist Bastiaan, hast du etwas Zeit für mich? &#160; Tannenbaum (T): Ja, was willst du? &#160; B: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im März 2023 mussten wir zu Gunsten eines Kastanienbaums eine alte Tanne fällen. Um unsere Kinder für die Fällung zu sensibilisieren, hat Bastiaan einen Dialog mit dem Tannenbaum auf Papier festgehalten. </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bastiaan (B): <strong>Hallo lieber Tannenbaum, hier ist Bastiaan, hast du etwas Zeit für mich?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Tannenbaum (T): <strong>Ja, was willst du?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Danke. Ich möchte mit dir die Situation hier besprechen und von dir hören, was du dazu meinst, wie es dir dabei geht und was du für Botschaften dazu hast?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Aha, welche Situation?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Ich habe dir doch bereits früher davon erzählt, dass wir dich fällen möchten, damit es hier etwas mehr Licht für den Nussbaum gibt. Hast du das wieder vergessen oder habe ich mich unklar ausgedrückt?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Ach so, diese Situation meinst du. Ja, ich kann mich erinnern. Du warst einfach zuvor unpräzise oder redest um den heissen Brei, es gibt ja noch ganz viele andere Situationen hier und was ist schon eine Situation?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Ok, das verstehe ich, ja. Möchtest du wissen, was meine Überlegungen sind?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Nein, deine Überlegungen interessieren mich nicht wirklich.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Hm, ok, das nehme ich zur Kenntnis. Darf ich fragen, warum es dich nicht interessiert und was dich dann interessieren würde?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Eins nach dem anderen!</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>OK.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Mich interessieren deine Überlegungen nicht, weil ich es schon weiss. Ich bin ja viel mehr hier als du, ich sehe es, spüre es, rieche es und noch viel mehr. Du musst mir nicht mehr dazu erzählen. Ich verstehe die Situation gut. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>OK.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Mich interessiert mehr, wie es dir dabei geht?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Hmm, ok. Das würde mich auch interessieren, wie es dir dabei geht?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Eins nach dem anderen! Magst du mir meine Frage beantworten?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Ja, warte, ich möchte kurz nachfühlen. – Ich fühle mich&#8230;. hm… durchlässig, berührt, dankbar, ja dankbar, dankbar, dass du da bist, schon so lange da bist, du hast viel gesehen hier, viel mehr als ich, du hast viel ausgehalten hier, viel mehr als ich, ich danke dir für dein Da-Sein.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Gerne. Es war richtig hier zu sein und es ist auch ok jetzt zu gehen und Platz zu machen für Neues, für noch mehr Licht. Ich gebe gerne einen Raum für Neues. Und all meine Freunde werden vom Wald immer wieder hinunter schauen zu euch.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>OK, ich höre dich. Und wie geht es dir dabei?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Es fühlt sich richtig an. Danke, dass du nachfragst, das schätze ich sehr.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Mir ist wichtig, dich zu hören, denn ich liebe dich, vor allem deinen Duft.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Danke, dass du das sagst, das ist schön zu hören, aber ich wusste es schon. Trotzdem ist es schön zu hören. Ihr Menschen dürftet das uns Pflanzen viel öfters sagen.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>OK, ich höre dich und nehme es mir zu Herzen.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Danke. Gibt es sonst noch etwas, das du wissen willst, bevor ich gehe?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Was geschieht mit deinem Wissen und deinen Erfahrungen?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Das bleibt.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Wie meinst du das?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Genau so.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Kannst du es noch etwas genauer beschreiben?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Mein Wissen und meine Erfahrungen stehen allen zur Verfügung die das wollen, es kann jederzeit abgeholt werden. Alles, was ich gesehen, erlebt, mit all meinen Sinnen wahrgenommen habe, das bleibt erhalten, es geht nicht verloren. Ich habe es schon ganz vielen anderen Lebewesen und Steinwesen weitererzählt. Ein Teil von meinem Wissen bleibt zum Beispiel im Boden bei den Erdwesen, einen anderen Teil meines Wissens tragen die Baumwesen weiter, einen anderen Teil tragen die Tannenbaumwesen weiter, einen anderen Teil tragen die Insekten weiter, einen anderen Teil tragen der Himmel, die Sonne, der Mond und die Sterne weiter und so weiter und so weiter. So trage ich einen kleinen Teil zum grossen Wissen bei. Verstehst du das?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Ja, das kann ich verstehen und das leuchtet mir ein. Du meinst damit auch, dass alles miteinander verbunden ist, oder?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Ja, genau. Alles ist miteinander verbunden. Leben kommt und geht, Leben wird geboren, lebt und stirbt. Tod ist Veränderung, Veränderung ist immer eine Chance, eine Gelegenheit für etwas Neues. Das ist auch gut so. Es geht weiter. Vielleicht wird mein Holz zu Feuer oder wieder zu lebendiger Erde. Beides erzeugt Wärme. Wie schön. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Hm, ich verstehe. Danke für deine Ausführungen.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Gerne. Du kannst immer zu mir kommen, wenn ich meine Ruhe brauche, sage ich es auch. Aber ich freue mich meistens. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Würdest du dich freuen, wenn wir einen neuen Baum pflanzen und für dich noch ein Lied singen?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Du bist lustig.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Wieso meinst du?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Klar ist es schön, neue Bäume zu pflanzen, aber ihr müsst das sicher nicht wegen mir tun. Pflanzt Bäume, Sträucher, Blumen oder was auch immer, wann immer und wo immer ihr Möglichkeiten seht, die Welt zu einem schöneren Fleck zu machen. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Und was ist mit dem Lied?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Sing wenn ihr singen wollt. Singen ist fast immer gut. An dir mag ich übrigens besonders, dass du so viele Lieder pfeifst. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Oh, Danke. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Gerne. Eben, ihr müsst nicht für mich singen, das ist eine menschliche Vorstellung. Wir sind ja verbunden. Der Sinn vom Singen ist singen selbst. Singt also für das Singen und vergesst nicht, manchmal ganz still zu werden, denn wir Bäume singen auch. Wir haben alle unsere eigene Melodie. Und im Wald sind wir eine ganze Symphonie. Meistens seid ihr Menschen aber zu laut und zu hastig, um unser Konzert zu hören. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>OK. Ja, ich liebe es, dem Waldkonzert zu lauschen, dem Rauschen der Blätter zuzuhören. Danke für deine Erinnerung. Gibt es noch etwas Wichtiges, das ich wissen sollte?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Gebt acht, dass ich in die richtige Richtung falle, wenn ihr mich fällt. Also auf die Weide hinaus und vergesst nicht, das Vogelhaus abzunehmen. Vergesst auch nicht, gut abzusperren. Die Kinder können zuschauen, wenn sie wollen, aber nur aus der Ferne. Das ist wichtig. Eine Fällung kann ganz schön gefährlich sein, ich möchte nicht, dass etwas Schlimmes passiert und sich jemand weh tut. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Danke für deine Achtsamkeit. Gibt es noch etwas was du zum Schluss sagen möchtest? Zum Beispiel eine Botschaft an uns Menschen, die hier jetzt gerade leben?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Wenn ihr im Feuertempel seid, da habe ich immer gelauscht. Macht weiter damit. Nehmt das Leben nicht zu seriös, geniesst es. Wenn ihr mich gefällt habt, stellt etwas Licht-symbolisierendes für eine Weile auf meinen Baumstrumpf, zum Beispiel eine Kerze oder einen Kristall, das hilft mir weiterzuziehen, loszulassen. Kommt mich immer mal wieder besuchen, oben im Wald gibt es viele von mir. Wir tun euch gut. Und: Danke für den Austausch, es ist schön, dass du zu mir gekommen bist. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Danke dir für den Austausch und deine Weisheit. Ich liebe dich.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">T: <strong>Ich liebe dich auch. Gute Nacht und bis bald.</strong></span></p>
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<p><span style="font-weight: 400;">B: <strong>Gute Nacht und bis bald. </strong></span></p>
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<p><em>Bastiaan Frich – März 2023</em></p>
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